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Ein deutsches Buch zum freiwilligen Online-Engagement

Nun ist es aber wirklich geschafft – jetzt kann die Arbeit richtig los gehen. Gerade komme ich von Diplomcolloquium, der letzten Hürde zum Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagogen (FH). Ich bin zum einen froh berichten zu können, dass es sehr gut gelaufen ist, zum anderen haben mich meine Erstgutachterin wie auch mein Zweitgutachter spüren lassen, dass noch ein Haufen Arbeit vor mir liegt. Die Diplomarbeit – das habe ich mir schließlich vorgenommen – sollte nicht für den Aktenschrank produziert sein, muss aber noch „geschliffen“ werden.

Ich will hier nicht im Einzelnen wiedergeben wo die speziellen Kritikpunkte meiner Gutachterin und meines Gutachters lagen. Dies vor allem, weil ich Interessierten die Arbeit in Kürze gern zum lesen geben würde, um noch weitere Meinungen, Kommentare und Kritik für eine Überarbeitung zu sammeln.

Ein paar Kleinigkeiten stehen schon fest: Den Titel möchte ich gern ändern, weil „Motivationsstrategien zum freiwilligen Online-Engagement“ dem Inhalt nicht so ganz gerecht werden will. Auch werde ich die verwendeten Daten der Online- und Engagementstudien auffrischen und kürzlich erschienene Literatur – die hier im Blog ja auch noch vorgestellt werden soll – einflechten.

Wenn ihr, du oder Sie also Interesse am Probelesen habt und euch das Thema interessiert, würde ich mich sehr über Kommentare freuen. Versprechen kann und will ich freilich nichts, doch ich hoffe auf diesem Wege ein Buch zum Online-Volunteering ausgestalten zu können, dass schließlich in digitaler und gedruckter Form unter CC-Lizenz die Freiwilligenarbeit über das Internet voranbringen kann.

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Zeit zum Bloggen …

“Meine Diplomarbeit ist nun fertig!” Schrieb Günter Bressau im November vergangenen Jahres und ich kann das jetzt auch sagen. Zwar werde ich meine Arbeitsergebnisse, noch verteidigen müssen, aber das soll — denke ich — nicht das Problem werden. Jetzt freue ich mich erst einmal auf den kommenden August in dem es mehr Zeit zum Bloggen und Sommer genießen gibt.

Bei der etwas stupiden Arbeit des Korrigierens und Formatierens der insgesamt 111 Seiten meiner Arbeit, sind mir nebenher einige Themen eingefallen, über die ich im kommenden Monat bloggen möchte. Hier also eine kurze Vorausschau:

  1. Seit dem ich mich immer intensiver mit meiner Diplomarbeit beschäftigte, ist in politischen Sphären Deutschlands einiges passiert. Der Hashtag “#Zensursula” hat Karriere gemacht. Als ich ihn am 27. Mai morgens um 10:05 Uhr das erste Mal twitterte, fehlten noch 1.688 Stimmen bis zur vermeintlich notwendigen 50.000er-Marke. Heute weiß ich — aufgeklärt von Ursula von der Leyen –, dass angesichts der “großen Mehrheit” von 40 Mio. Internetnutzerinnen und -nutzern die 134 000 Petitionsunterzeichnenden nicht wirklich ins Gewicht fallen (Stichwort “Praxis symbolischer Politik”). Auch wenn ich in Sachen Engagementpolitik vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter der Leitung Frau von der Leyens einiges halte, hat mich ihre sture Uninformiertheit im Themenbereich “Internet” sehr erschrocken. Seit der recht populistisch anmutenden Idee Internetzensur durch das Reizthema “Kinderpornographie im Internet” voranzutreiben, ist Frau von der Leyen von einem Fettnapf in den anderen getreten. Diese Speckspur, die sich über den dritten Satz des fünften Artikels (Abs. eins) der bundesdeutschen Verfassung (GG) zieht, will ich in Kürze einmal nachzeichnen und so Gründe und Auswirkungen dieser Politik suchen.
  2. Nachdem der Kulturmanager Christian Henner-Fehr im April dieses Jahres eine drei-teilige Reihe zur strukturierten Themensuche für den eigenen Weblog veröffentlicht hatte, will ich es ihm nun gleich tun. Da ich mich aber Zeit meines Studiums an der FH-Erfurt mit der wissenschaftlichen Internetrecherche auseinandersetzte, will ich in meinem Beitrag die Validität der Informationen in den Vordergrund stellen, die man im Internet findet. Natürlich darf auch hier die Technik der Archivierung nicht vernachlässigt werden. Der geplante Beitrag soll also an den des Kulturmanagers anschließen und auch eine Aufforderung an andere Bloggerinnnen und Blogger sein, einmal zu zeigen, wie sie sich all das “merken” was sie so lesen.
  3. Auch wird die zehnte Runde der NPO-Blogparade bald Thema hier im Blog werden. Der RedcrossSocialist (Gerald Czech) fragt nach integrierten Kommunikationsstrategien für jugendliche Zielgruppen. Konkreter formuliert will er wissen, wie jugendliche Stakeholder einer Organisation zu Spenderinnen und Spendern herangezogen werden können.

Auch will ich noch zwei Bücher vorstellen, die mich in letzter Zeit beschäftigten. Das eine ist ganz nah am Thema Online-Volunteering, das andere weit davon entfernt:

  1. Am Dienstag Abend den 07. Juli war ich auf die Verabschiedungsfeier Prof. Dr. Wagners eingeladen. Nach beinahe 17 Jahren, die er im Dienste der Fachhochschule Erfurt Lehrte, Forschte und Rektorierte, wurde Herr Wagner von seinen Kolleg(innen) und ausgewählten Studierenden nun in den wohl verdienten Ruhestand entlassen. Gleich am Eingang bekam ich ein Büchlein von Herrn Wagner und seiner Lebensgefährtin Frau Müller. Es war der Reisebericht einer Weltreise mit dem Titel “Angst und Neugier im Gepäck – Eine etwas andere Forschungsreise um die südliche Welt”. Ich erinnerte mich an einen Vortrag Herrn Wagners über diese “Weltreise gegen den Strich” und nahm mir vor mich mit Wolf und Male um die Welt zu lesen. Auch wenn kaum Verbindungen zwischen Online-Volunteering und diesem Reisebericht herzustellen sind, will ich ihn und das Fazit der Reisenden hier im Blog kurz vorstellen.
  2. Kürzlich erhielt ich Post von der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland. Es war ein Büchlein aus der Reihe “Sozialwirtschaft Diskurs” mit dem Titel “Freiwilligen-Management – Theorie, Politik, Praxis” von Carola Reifenhäuser, Sarah G. Hoffmann und Thomas Kegel. Da schon der Titel impliziert, dass dieses Buch ganz nah am Thema Online-Volunteering ist, möchte ich es hier natürlich auch vorstellen.

Nicht zu letzt will ich natürlich auch noch auf meinen neuen Artikel zum Online-Volunteering in Deutschland hinweisen, den ich eigentlich für den kommenden BBE-Newsletter schreiben wollte, nun aber wegen “personeller Veränderungen in der Redaktion des BBE-Newsletters” auf der Webseite der Akademie für Ehrenamtlichkeit veröffentlichte. Im Artikel “Freiwilliges Online-Engagement – Stand, Perspektiven, Herausforderungen” geht es — wie der Titel schon sagt — um das Online-Volunteering in Deutschland. Es wird gezeigt, das Freiwilligenarbeit über das Internet von der Freiwilligenarbeit vor Ort in einer Organisation nicht unterschieden werden kann und sollte und was Online-Engagierte eigentlich alles so für eine Organisation oder ein Projekt tun können.

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Das Internet, das Web 2.0 und die Zivilgesellschaft

Man merkte es schon: Ich bin mitlerweile auf ein anderes Thema scharf — gaaaaaaanz scharf! Freiwilliges Online-Engagement, Online, Virtual, Cyber oder E Volunteering. Ich will im nächsten Jahr hier alles bloggen, was ich zu dem Thema so finde. Egal ob es nun Virtuell verfügbar ist oder nicht …

Darauf gekommen bin ich, bei einer Internationalen Konferenz “Volonteurope” Anfang des Monats in Genua. Dort habe ich einige Leute kennen gelernt, die sich schon länger mit diesem Thema beschäftigen. Warum — dachte ich mir also — nicht die unbegrenzten Möglichkeiten des Internets Nutzen um sich auszutauschen.

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