{"id":1233,"date":"2011-05-05T19:57:58","date_gmt":"2011-05-05T19:57:58","guid":{"rendered":"https:\/\/hannes-jaehnert.de\/wordpress\/?p=1233"},"modified":"2011-05-05T19:57:58","modified_gmt":"2011-05-05T19:57:58","slug":"spas-und-hingabe-auf-teutonisch-nicht-ganz-alltaglich-im-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hannes-jaehnert.de\/wordpress\/2011\/05\/05\/spas-und-hingabe-auf-teutonisch-nicht-ganz-alltaglich-im-studium\/","title":{"rendered":"Spa\u00df und Hingabe auf teutonisch \u2013 nicht ganz allt\u00e4glich im Studium"},"content":{"rendered":"<p>Von den Teutonen hatte ich bereits an anderer Stelle berichtet. Im Rahmen einer <a title=\"15. Runde der NPO-Blogparade\" href=\"http:\/\/npoblogparade.wordpress.com\/2010\/03\/31\/15-runde-der-npo-blogparade\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fr\u00fcheren Runde der NPO-Blogparade<\/a> berichtete ich von dem witzigen Essay <a title=\"Wikipedia-Artikal zu Johan Galtung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johan_Galtung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Johan Galtungs<\/a> \u00fcber intellektuelle Stile. \u00a0Der ca. 20-seitige Aufsatz ist zwar schon so alt, wie ich selber bin, hat von an seiner Aktualit\u00e4t aber wenig eingeb\u00fc\u00dft. Vor allem an den Texten \u201esachsonischer\u201c und \u201eteutonischer\u201c Autorinnen und Autoren l\u00e4sst sich erkennen, dass es entscheidende Unterschiede im akademischen Gebaren gibt, die den jeweiligen Umgang miteinander pr\u00e4gen. Ein Musterst\u00fcck eines solchen Textes will ich an dieser Stelle einmal vorstellen. Bevor ich damit aber beginne, muss zun\u00e4chst die Geschichte dazu erz\u00e4hlt werden.<\/p>\n<h1>Der Hintergrund<\/h1>\n<p>Ich hatte letztes Semester das \u201aVergn\u00fcgen\u2018 zwei Mal in der Woche eine psychoanalytische Supervision \u00fcber mich ergehen zu lassen. Reflektiert wurde das zweimonatige Praktikum, das ich in Teilzeit \u00fcber das gesamte Semester hinweg im <a title=\"Website des ZTG auf TU-Berlin.de\" href=\"http:\/\/www.tu-berlin.de\/ztg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentrum f\u00fcr Technik und Gesellschaft der TU-Berlin<\/a> absolvierte. Schwerpunktm\u00e4\u00dfig ging es in diesem Forschungspraktikum um eine Vorstudie zur Personal-, Team- und Organisationsentwicklung an deutschen Hochschulen. Mit einer Methode namens <a title=\"Wikipedia-Artikel zu Scrum (EN)\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Scrum_%28development%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eScrum\u201c<\/a> arbeiteten wir an einer \u00dcbersicht zu Hochschulgovernance sowie den Notwendigkeiten und Herausforderungen f\u00fcr eine hochschulinterne Personal- und Organisationsentwicklung.<br \/>\nWie es eben \u00fcblich ist, musste auch das Modul \u201ePraktikum und\u00a0 Supervision\u201c mit einer benoteten Arbeit abschlie\u00dfen. Wir Teilnehmenden sollten einen Essay von nicht mehr zehn Seiten fabrizieren, in dem wir uns einem bestimmten Aspekt unseres Praktikums herausgreifen und auf entsprechend hohem Niveau (theoriegeleitet) reflektieren sollten. Schon fr\u00fch beschloss ich mich mit der empirischen Prozesssteuerung in der Wissenschaft \u2013 und genauer mit der Methode \u201eScrum\u201c \u2013 zu besch\u00e4ftigen, was ich schlie\u00dflich auch tat.<br \/>\nMein Essay er\u00f6ffnete ich mit einem Zitat der amtierenden Pr\u00e4sidentin der <a title=\"Website der Hochschulrektorenkonferenz\" href=\"http:\/\/www.hrk.de\/de\/home\/home.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutschen Hochschulrektorenkonferenz<\/a> Margret Wintermantel, das die Wichtigkeit der Wissenschaft und Forschung f\u00fcr das gesellschaftliche Fortkommen betonen sollte. Hier setzte ich an und bem\u00fchte mich schl\u00fcssig aufzuzeigen, dass die \u201eProduktion\u201c von Innovationen <em>die <\/em>zentrale Aufgabe universit\u00e4rer Forschung ist. M.E kann die Universit\u00e4t als \u201eGelertenrepublik\u201c dieser Aufgabe nicht gerecht werden. Notwendig sind \u2013 und darauf wollte ich hinaus \u2013 Organisationsentwicklungen, die eine fehlerfreundliche Kultur des Miteinanders erm\u00f6glicht.<br \/>\nAls Selbstversuch stellte ich unser Scrum-Projekt vor, wof\u00fcr ich die Methodik zun\u00e4chst erl\u00e4uterte und den Einsatz dieser empirischen Prozesssteuerung schlie\u00dflich reflektierte \u2013 mit dem Ergebnis, dass einiges Mehr als nur guter Wille und gute Tools dazugeh\u00f6ren, um produktive Teamarbeit in der Universit\u00e4t garantieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nNach dem ich das Thema Scrum in der Supervisionsrunde einmal reflektierte, blieb es bei der verantwortlichen Professorin offenbar im Ged\u00e4chtnis. Immer wieder kam sie darauf zur\u00fcck und wirkte dabei sehr interessiert. Sie sagte mir auch, dass sie sich auf meine Arbeit freue und gern mehr \u00fcber diese Methode erfahren m\u00f6chte. Offenbar hatte ich einen Nerv getroffen und damit beste Voraussetzungen f\u00fcr einen gelungenen Modulabschluss.<\/p>\n<h1>Feedback zum Essay<\/h1>\n<p>Tats\u00e4chlich hatte meine Professorin die Arbeit aufmerksam gelesen und anstatt der \u00fcblichen drei Zeilen-E-Mail mit der Note ein recht ausf\u00fchrliches Feedbaack-Papier (4 Seiten) geschickt. Schon dass sie sich dazu hat hinrei\u00dfen lassen, zeigte mir, dass sie sich f\u00fcr das Thema wirklich interessierte. Wie sie sich dann aber mit meinem Essay auseinandersetzte und wie das entsprechende Feedback aussah, fand ich bezeichnend f\u00fcr die deutsche \u2013 die teutonische \u2013 Art von Spa\u00df und Hingabe.<br \/>\nZun\u00e4chst freute es mich nat\u00fcrlich zu lesen, dass sie meine Arbeit \u201e<em>sprachlich sehr klar und verst\u00e4ndlich geschrieben<\/em>\u201c fand und sie \u201e<em>unter formalen Aspekten<\/em>\u201c als \u201e<em>sorgf\u00e4ltig verfasst<\/em>\u201c ansah.<\/p>\n<blockquote><p>Der Aufbau der Arbeit ist ebenfalls gut nachvollziehbar und formal eine gute Lesehilfe. Inhaltlich verf\u00fchrt Ihre Stringenz in der Argumentation Sie aber vielleicht dazu, etwas zu dogmatisch Ihren\/den Gedanken durchzubuchstabieren: Innovation ist die Grundlage gesell. Wohlstandes &#8211; Forschung ist die Grundlage der Innovation &#8211; F\u00fcr die Forschung ist die Uni zust\u00e4ndig &#8211; die funktioniert aber sehr schlecht &#8211; die Exportvizeweltmeisterschaft wird verlorengehen, wenn sich die Uni nicht \u00e4ndert &#8211; SCRUM k\u00f6nnte eine L\u00f6sung sein Unis zu effektivieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eJa\u201c, dachte ich mir, deutlicher h\u00e4tte ich mich wohl nicht ausdr\u00fccken k\u00f6nnen \u2013 zumindest nicht in einem zehnseitigen Essay. Doch h\u00e4tte ich das wohl nicht so leichtfertig <em>\u201edurchbuchstabieren\u201c<\/em> sollen. Einige meiner Argumente, so wurde nun n\u00e4mlich moniert, sind n\u00e4mlich nicht plausibel (das Subjekt des Gegen\u00fcbers fehlt auch im Original).<\/p>\n<blockquote><p>Sie halten sich an die Position Wintermantels, einer Hochschulrektorin, die von entsprechend interessierter Seite aus behauptet, Wissenschaft und Forschung seine unstrittig (!?) die Gundlage f\u00fcr die Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft. &#8211; Grundlage ist aber die Dynamik der kapitalistischen Wertsch\u00f6pfung und die Aneignung des Mehrwerts durch die kapitalistischen Betriebe auf der einen Seite: Sie leisten sich riesige Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bzw. kaufen sich Patente und Innovationen aus dem Sektor kleiner innovativer Bastelbuden und Start-Ups ein. Auf der anderen Seite entwickelt sich die Gesellschaft ebenfalls nicht durch die Universit\u00e4ren Institutionen, sondern dadurch, dass sie durch politische Entscheidungen daf\u00fcr sorgt, dass alle B\u00fcrgerInnen am produzierten Reichtum durch Umverteilung (Steuern und Soziallohn) partizipieren. Auf diesen Abgaben\/dieser Umverteilung von Mehrwertbestandteilen aus der kapitalistischen (Reichtums\u2011)Produktion basiert (Grundlage!) eine Gesellschaft, die mit Bildung, Infrastruktur f\u00fcr Datentransfer und Verkehr, Medien, Gesundheitsversorgung und sozialer Sicherheit f\u00fcr einen Lebensstandard und eine Produktivit\u00e4t der arbeitenden Bev\u00f6lkerung sorgt, die ihresgleichen sucht und einen &#8211; zumindest in den Jahrzehnten zwischen den 50er und 70er Jahren f\u00fcr einen relativ stabilen Rahmen ihrer Produktionsweise gesorgt hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>So fand sie also schon Ansto\u00df in den ersten Zeilen meines Essays, die noch nicht einmal von mir selbst stammten, sondern lediglich als Auftakt zitiert wurden. Vielleicht meint Wintermantel ja wirklich, dass Wissenschaft und Forschung die Grundlage f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft ist. Aus der Er\u00f6ffnungsrede einer Fachtagung l\u00e4sst sich das schwer herauslesen. Ich schrieb jedenfalls das Wissenschaft und Forschung <em>die<\/em> wichtigste Grundlage (was nicht \u201e<em>die<\/em> einzige\u201c hei\u00dft) f\u00fcr das nationale Fortkommen ist. Aber sei\u2019s drum! Auf die erste Seite meiner Einleitung passt leider nur eine \u201e<em>unterkomplexe Analyse, die Dynamik wirtschaftlicher Entwicklung den Unis zuzuschreiben<\/em>\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Genauso eindimensional ist aber auch die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der Sie fordern, den Status der Exportweltmeisterschaft Deutschlands f\u00fcr die Zukunft fortzuschreiben. Es ist gerade dieses Handelsbilanzdefizit, das andere L\u00e4nder in wirtschaftliche Schwierigkeiten treibt, in unterentwickelten L\u00e4ndern gar bis zum v\u00f6lligen Erliegen wirtschaftlicher Entwicklung, in Teilen Afrikas zum Beispiel zur Hungersnot f\u00fchrt, weil die Agrarindustrie Deutschlands Produkte dorthin exportiert, die dann die heimischen M\u00e4rkte und damit die nationale Agraproduktion in den betroffenen Entwicklungsl\u00e4ndern zerst\u00f6ren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch auf die ethische Reflexion wissenschaftlicher Entwicklungen \u2013 ob aus F&amp;E-Abteilungen internationaler Konzerne, aus \u201eBastelbuden und Start-Ups\u201c oder der universit\u00e4ren Forschung \u2013 konnte ich leider nicht ausf\u00fchrlich eingehen. Ich finde es aber etwas kurz gedacht, die \u201eProduktion von Innovation\u201c allzu w\u00f6rtlich zu nehmen und nicht auch die Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnisse einzubeziehen. Zumindest stimmt mir Frau Professorin darin zu, \u201e<em>dass es vielleicht ja auch sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse\/Innovationen sein k\u00f6nnten, die aus dieser Lage herausf\u00fchren k\u00f6nnten<\/em>.\u201c Wenn ich nicht dieses schlagende, ja populistische Argument des Erhalts unseres Wohlstands durch die Reproduktion sozialer Schieflagen genannt h\u00e4tte, w\u00e4re mir wohl nicht nur darin zuzustimmen.<br \/>\nZum Gl\u00fcck \u2013 dachte ich mir beim Lesen \u2013 trifft meine Analyse des Wissenschaftssystems zumindest \u201e<em>in Teilen<\/em>\u201c zu. Zumindest von der \u00dcberrepr\u00e4sentanz der Pedanterie im Wissenschaftsbetrieb kann ich schlie\u00dflich Lieder singen. Doch ist es wohl wahr, dass Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer nicht zur gesellschaftlichen Elite geh\u00f6ren. \u201e<em>HochschullehrerIn ist ein sozialer Aufstiegsberuf<\/em>\u201c, die Elite des Landes, das sind andere. Da ich mich aber auf die Hochschule und ganz speziell auf die universit\u00e4re Forschung \u00a0konzentrierte, stimme zumindest ich mir zu, dass Professorinnen und Professoren in diesem gesellschaftlich nicht unwichtigen Teilsystem durch aus die Elite sind. Das Problem, dass ich \u2013 \u00fcbrigens in Anschluss an <a title=\"Wikipedia-Artikel zu Wolf Wagner\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolf_Wagner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wolf Wagner<\/a> \u2013 darin sehe, ist, dass mit dem Verweis auf die Wissenschaftsfreiheit eine fatale Selbstbez\u00fcglichkeit reproduziert wird, die der gesellschaftlichen Verantwortung der Universit\u00e4t (s.o) mitnichten gerecht wird.<\/p>\n<blockquote>[Doch] ist die Freiheit von Forschung und Lehre keine hohle Phrase. Die Vereinnahmung der Universit\u00e4t f\u00fcr Ihr eindimensionales und &#8211; unter Aspekten des internationalen Friedens und gleichberechtigter Entwicklungschancen aller Nationen und Kontinente\u00a0 ethisch schlecht begr\u00fcndbares &#8211; Ziel der St\u00e4rkung der Exportwirtschaft durch universit\u00e4re Innovationsf\u00f6rderung, k\u00e4me einem Offenbarungseid der demokratischen Verfassung und Selbstverwaltung unserer Gesellschaft gleich.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sicher: Wissenschaft allein f\u00fcr die Exportweltmeisterschaft zu verzwecken, kann nicht das Ziel der Weiterentwicklung der Organisation Hochschule sein. Das w\u00e4re wirklich eindimensional. Wissenschaftliche Forschung und ihrer Ressourcen aber allein der Reputation von Professorinnen und Professoren zu opfern finde ich auch nicht gerecht und bleibe dabei: In Sachen Effektivit\u00e4t und Effizienz muss sich in der Hochschule etwas tun. Zum Beispiel durch die Einf\u00fchrung moderierter Prozesssteuerungstools wie Scrum.<\/p>\n<blockquote><p>Gerade hier bleibt Ihre Analyse aber zu sparsam: Dieses Methapher des <em>scrum<\/em> m\u00fcsste nun ausinterpretiert werden, das Problem, das sie l\u00f6sen soll, m\u00fcsste in Analogie zum Rugby, diesem Spiel und seinen speziellen Regeln (z.B. der bemerkenswerten, dass der Ball immer nur nach hinten abgegeben werden darf!!!) analysiert bzw. dargestellt werden. &#8211; Da w\u00e4re hilfreich gewesen, wenn Sie die Idee, die an Ihrer Praktikumsstelle verfolgt wurde, plastischer gemacht h\u00e4tten.<br \/>\nDabei w\u00e4re Sie dann und sind es ja teilweise auch auf die Problematik der Unterfinanzierung und der Destabilisierung der Unis durch diese Unterfinanzierung gesto\u00dfen: Teilzeitkr\u00e4fte, befristete Kr\u00e4fte, Praktikanten &#8211; allein die Einarbeitung dieser MitarbeiterInnen kostet viel Zeit, die dann f\u00fcr\u00a0 die tats\u00e4chliche Forschung, bei der es eben auch auf einen langen Atem und auf die Ausbildung der Nachwuchskr\u00e4fte (den Ball nach hinten abgeben und sich dabei gemeinsam nach vorne bewegen &#8211; ein tolles Bild finde ich!) ankommt, fehlt. Dadurch wird der bescheidene Forschungsoutput Besonderheiten des Verhaltens zugeschrieben, wo sie tats\u00e4chlich logische Folge schlechter Rahmenbedingungen sind. Gut ausgestattete universit\u00e4re Fachgebiete und Institute sind eine \u00fcberaus lebendige, kommunikative und kreative Angelegenheit. Das macht ja auch die Faszination der Forschung an den Hochschulen aus, sonst h\u00e4tten wir f\u00fcr diese unsicheren Stellen und bei der \u00fcber lange Jahre eher mageren Bezahlung (Teilzeitstellen!!!) gar keine InteressentInnen mehr.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier l\u00e4sst sich tats\u00e4chlich schwer widersprechen. Schon deshalb nicht, weil sie mir in gewisser Weise zustimmt (oder doch nicht?). Ob das Bild des Scrum nun wirklich weiter auszuinterpretieren sei, bezweifle ich zwar \u2013 es ist lediglich eine Metapher f\u00fcr die effektive Zusammenarbeit eines heterogen besetzten Teams \u2013 doch ist tats\u00e4chlich etwas dran, dass wissenschaftlich Mitarbeitende <em>irgendwas <\/em>an ihrer <a title=\"ver.di Studie zum wissenschaftlichen&quot;Mittelbau&quot; an deutschen Hochschulen (PDF)\" href=\"http:\/\/www.tu-berlin.de\/fileadmin\/f12\/Downloads\/koop\/tagungen\/wiss_prekariat_09\/Endbericht_Verdi_Studie_09.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">faktisch prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigung in universit\u00e4ren Forschungseinrichtungen<\/a> finden m\u00fcssen. W\u00fcrde ich diesem Argument aber konsequent folgen, m\u00fcsste ich fragen, warum nicht so gut laufenden, nicht so gut ausgestatteten Einrichtungen und Instituten die Mitarbeitenden dann nicht schon lange weg gelaufen sind \u2026<\/p>\n<h1>Fazit<\/h1>\n<p>Ich habe dieses Beweisst\u00fcck teutonischer Hingabe am Montagmorgen bekommen und vor lauter Neugier gleich am Fr\u00fchst\u00fcckstisch gelesen. Auch wenn es nicht das Anliegen dieses Beitrags war, kam ich doch nicht umhin, meine Gedanken dazu nieder zu schreiben. Ich bin eben auch ein Teutone, der ganz intuitiv auf die (vermeintlichen) Schwachpunkte der Argumentation des Gegen\u00fcbers achtet und eben auch geneigt ist, entsprechend zu reagieren. Auch wenn ein Gros der Aussagen meiner werten Professorin nicht unbedingt anerkennend klingt, hat mir die Besch\u00e4ftigung mit diesem Papier doch einiges an Spa\u00df bereitet. Vielleicht ebensolchen Spa\u00df, wie der meiner Gegen\u00fcber;\u00a0 Spa\u00df und Hingabe auf teutonisch \u2013 nicht ganz allt\u00e4glich im Studium.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den Teutonen hatte ich bereits an anderer Stelle berichtet. Im Rahmen einer fr\u00fcheren Runde der NPO-Blogparade berichtete ich von dem witzigen Essay Johan Galtungs \u00fcber intellektuelle Stile. \u00a0Der ca. 20-seitige Aufsatz ist zwar schon so alt, wie ich selber bin, hat von an seiner Aktualit\u00e4t aber wenig eingeb\u00fc\u00dft. 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