Derzeit läuft die bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die seit vielen Jahren vom BBE organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Parallel zur bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements fiel am 13. September auch der Startschuss zur Berliner Engagementwoche. Bei beiden Aktionswochen werden im Rahmen vieler Veranstaltungen die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufgezeigt. Ein Ziel ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf die Interessierte bei der Suche nach einem Engagement stoßen. Es sollen Vorschläge formuliert werden, wie das Ehrenamt gefördert werden kann. Wir – das heißt Brigitte Reiser und ich — möchten diese Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement gemeinsam mit Euch ins Netz holen. Wir starten deshalb eine NPO-Blogparade zur Frage. :

“Freiwilliges Engagement attraktiver machen — aber wie?!”

Herausforderungen für die Engagementförderung

Viele Menschen engagieren sich in Deutschland bereits — und viele würden sich gerne (noch mehr) einbringen. Interessierte scheitern aber zum Beispiel an den Engagement-Angeboten gemeinnütziger Einrichtungen, die inhaltlich oder zeitlich nicht flexibel genug sind oder zu wenig Mitgestaltungsmöglichkeiten bieten. Manch einer würde sich gerne über Online-Kanäle mehr ins Gemeinwesen einbringen, findet hier aber noch zu wenig Angebote. Viele haben gute Ideen für ein gemeinnütziges Projekt, aber finden auf lokaler Ebene keine Ansprechpartner, die sie mit Wissen, Kontakten und einem kleinen Budget unterstützen könnten.

Wer sich engagiert, hat am Ende des Jahres meist nicht mehr als einen Blumenstrauß und warme Worte zu erwarten. Die Frage ist, ob solche Anerkennungsformen ausreichen, um freiwilliges Engagement attraktiv zu gestalten oder um überhaupt Interesse zu wecken. Tatsache ist: Ein Teil der zirka 580.000 Vereine in Deuschland hat große Schwierigkeiten damit, Freiwillige zu gewinnen und Ehrenämter zu besetzen. Speziell im Sport ist das ein großes Problem.

Mitmachen bei der NPO-Blogparade

Welche Möglichkeiten, welche Maßnahmen fallen Euch ein, um das freiwillige Engagement für Bürger und Bürgerinnen attraktiver zu machen? Was wird im Rahmen der Aktionswochen zum bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland und Berlin diskutiert? Was haltet Ihr für gangbar und was nicht?

Bitte bringt Eure Ideen und Einschätzungen ein und macht mit bei der Nonprofit-Blogparade mit, die über die Engagementwochen hinaus bis zum 29. September 2013 läuft. Verlinkt Eure Beiträge mit diesem Artikel hier oder mit dem im Blog von Brigitte Reiser, die den Aufruf zur Blogparade gleichzeitig postet. Wir sind Eure Hosts und werden, die Diskussion begleiten, moderieren und versuchen sie anschließend zusammenzufassen.

Wer nicht weiß, was eine Blogparade ist und wie sie funktioniert, findet hier weitere Informationen.

Wer keinen eigenen Blog hat, kann seine Ideen auch als Gastbeitrag (hier vermitteln wir gern), über die Kommentarfunktion in unseren Blogs oder in die Xing-Gruppe „Internet und Zivilgesellschaft“ veröfentlichen. Alle verlinkten Beiträge werden im Anschluss an die NPO-Blogparade das Netzwerk der Engagierten abbilden, die das bürgerschaftliche, das freiwillige, das zivilgesellschaftliche Engagement in den vielen unterschiedlichen Engagementbereichen (Kust & Kultur, Soziales, Sport, Geselligkeit, Protest usw.) fördern möchten.

Im Anschluss an die NPO-Blogparade wird es wieder einen Twitchat (#npochat) geben, bei dem wir unsere Fragestellung “freiwilliges Engagement attraktiver machen — aber wie?!” im Zeitrahmen einer Stunde auf Twitter diskutieren. Der Termin dafür wird noch bekanntgegeben.

tl;dr: Die Wochen des bürgerschaftlichen Engagements gehen online! Macht mit bei der #npoblogparade zum freiwilligen Engagement.

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